
Wenn bei uns Teigreste übrigbleiben, ist dies ein gefundender Anlass um damit zu experimentieren. Wie vielfältig Pizzateig sein kann, zeigt dieser Versuch, bei dem wir uns an einem Klassiker der schwäbischen Küche gewagt haben: den Dampfnudeln. Hier eignet sich vor allem Pizzateig mit einer hohen Hydration, da die Dampfnudel so schön aufgehen und fluffig werden.
Aus den Teigresten Kugeln zwischen 160g bis 200g formen, und nochmals auf doppelte Grösse aufgehen lasssen. In einem grossen Topf mit gut schliessendem Deckel ca. 300 ml Milch, mit je einem Esslöffel Butter und Zucker sowie einer Prise Salz aufkochen. Die Teigklöse vorsichtig einsetzen und mit geschlossenem Deckel bei niedriger Hitze ca. 25 min dämpfen. Auf keinen Fall den Deckel in dieser Zeit abnehmen, sonst werden die Klösse steinhart! Wenn man ein Zischen und Bruzzeln hört, den Topf zur Seite stellen und 5 min ruhen lassen. Dann die Dampfnudeln in einen hohen Teller servieren und den entstandenen Karamell darauf verteilen. Mit reichlich Vanillesauce übergiessen und gleich geniessen. Die Dampfnudeln lassen sich kalt auch mit Butter bestreichen – quasi als Zopfersatz.
Für eine schnelle Vanillesauce:
400 Milch
100 Rahm
3 EL Zucker
2 TL gemahlene Vanille
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2 EL Stärke
1 Eigelb
Milch und alle Zutaten exkl. Ei und Stärke in einem Topf verrührern und aufkochen. Topf vom Feuer nehmen. Eigelb mit Stärke und etwas Milch vermengen und unter ständigem Rühren bei kleiner Flamme im Topf mit aufkochen bis die Flüssigkeit andickt.